Friedrich II. wird zum Kaiser gekrönt

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Den Zug Friedrichs nach Italien und die Krönung schildern die „Annales Reineri S. Jacobi Leodinensis”



Nachdem er die Reichsangelegenheiten in Deutschland geregelt hatte, zog König Friedrich nach dem Johannisfest [24. Juni] mit großer Macht nach Italien. Er wurde in Venedig friedlich aufgenommen, schloß mit den Mailändern und ihren Anhängern einen Bund und rückte mit zahlreichen Rittern auch aus Mailand und anderen Städten nach Rom vor. Die Römer empfingen ihn friedlich, freilich mehr aus Furcht als aus Liebe, und mit großer Pracht und großem Jubel. Am Fest der heiligen Caecilia [22. November] wurde er mit seiner Gemahlin Konstanze vom Herrn Papst Honorius zum Kaiser geweiht. Am selben Tage wurden ihm aus Apulien, Sizilien, Kalabrien und andern ihm untergebenen Ländern an zweitausend Pferde als Geschenk zugeführt, von denen er noch am selben Tage mehr als sechshundert weiter verschenkte.



Aus: Lesebuch zur deutschen Geschichte. Herausgegeben und bearbeitet von Bernhard Pollmann. Dortmund 1989.